Lohn: Mehr Erwerbstätige suchen neuen Job

Oliver Stilz | 22. Mai 2007

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts suchten im März 2007 insgesamt 3,23 Millionen erwerbstätige Menschen aktiv eine neue oder eine zusätzliche Arbeit. Das ist bezogen auf alle Erwerbstätigen in Deutschland etwa jeder zwölfte Beschäftigte. Somit ist die Zahl der arbeitsuchenden Erwerbstätigen seit März 2005 um 360.000 gestiegen.
Auf der anderen Seite ist im Rahmen der konjunkturellen Belebung die Zahl der Arbeitslosen zurückgegangen, die aktiv eine Arbeit suchen und so für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen. Im März 2007 suchten 3,03 Millionen Erwerbslose eine neue Beschäftigung, das sind rund 200.000 weniger als diejenigen, die aus einer Beschäftigung heraus Arbeit suchen. Vor zwei Jahren, im März 2005, hatte die Zahl der Arbeitslosen noch bei 4,01 Millionen gelegen. Zu diesen Ergebnissen kommt die monatlich durchgeführte ILO-Telefonerhebung zur Erwerbsbeteiligung in Deutschland.
Danach hat die Arbeitssuche von Erwerbstätigen mehrere Gründe: Arbeitnehmer können beabsichtigen, ihre Arbeitsstunden zu erhöhen, weil sie beispielsweise nur teilzeitbeschäftigt sind. Erwerbstätige mit geringem Lohn können den Wunsch haben, ihre Einkommenssituation zu verbessern. Außerdem kann ein instabiles Arbeitsverhältnis, wie z.B. ein Zeitvertrag, der Grund für die Suche nach einer längerfristigen Anstellung sein. Auch der absehbare Verlust des aktuellen Arbeitsplatzes lässt die Arbeitnehmer nach Alternativen schauen.
Im März 2007 wollten laut der Erhebung zwei Drittel der arbeitsuchenden Erwerbstätigen mit der neuen Arbeit ihre Beschäftigungssituation verbessern; also bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt oder mehr Arbeitsstunden erreichen. Rund 17 % suchten eine zusätzliche Beschäftigung und für ebenfalls 17 % war das Ende ihrer aktuellen Beschäftigung absehbar.

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