Vergütung: Bonusprogramme werden immer beliebter
Anna Pietras | 26. Februar 2008Im außertariflichen Bereich sind Sonderzahlungen schon längst die Regel. Unternehmen mit Mitarbeitern im Tarifbereich sind diesbezüglich zwar zurückhaltender. Doch auch sie zahlen immer häufiger variable Vergütungsbestandteile. Das hat das Beratungsunternehmen Towers Perrin bei einer Untersuchung von 200 Unternehmen verschiedener Branchen und Größen in Deutschland festgestellt. Demnach kommen schon rund 56% der Berufseinsteiger im Tarifbereich in den Genuss von Bonuszahlungen – abhängig von individueller Leistung und Unternehmensergebnis. Die Zahl der Begünstigten steigt laut Studie mit Fortschreiten der Karriere. Bei der Höhe der Gratifikation komme es allerdings auf die Branchenzugehörigkeit an. Die mit 12% des jährlichen Grundgehalts höchsten Boni seien in der Finanzdienstleistung zu haben. Die Konsumgüter-Industrie liege mit 5% Jahresgrundgehalts am unteren Ende.
Für die Unternehmen habe die variable Vergütung zwei Vorteile: Einerseits sei sie ein effektives Instrument, um Mitarbeiter zu Bestleistungen zu motivieren. Andererseits könnten sie Lohnkosten besser auf den Unternehmenserfolg und den Beitrag des einzelnen Mitarbeiters abstimmen.
von: Anna Pietras