Kurioses zum Wochenende: Richter schläft – Urteil ungültig

Oliver Stilz | 7. November 2008

Der australische Richter Ian Dodd verblüffte 2004 die Geschworenen bei einem Prozess gegen zwei Drogenhändler. Immer wieder schlief er ein und schnarchte laut. Jetzt hat das Höchste Gericht das Urteil für ungültig erklärt. Gerichtsmitarbeiter versuchten Dodd während der Verhandlung durch das absichtliche Fallenlassen von Akten aus seinen bis zu zwanzigminütigen Nickerchen zu wecken. Ein Urteil fällte der Richter dennoch: Wegen des Imports von Ecstasy wurden die Dealer seinerzeit zu dreizehneinhalb und elf Jahren verurteilt. Nach dem Eingreifen des Höchsten Gerichts wird der Fall nun neu aufgerollt. Schlafe der Richter „merklich und wiederholt“ ein, bestehe die Gefahr eines Fehlurteils, so die Begründung. Wie sich herausgestellt hat, leidet der mittlerweile pensionierte Dodd an Schlaf-Apnoe. Die Krankheit ist durch Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf gekennzeichnet.

von: Oliver Stilz

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