Verwaltung: Deutsche Unternehmen rekrutieren immer häufiger im Ausland

Anna Pietras | 9. Dezember 2008

In Deutschland Fachkräfte zu finden, ist für Arbeitgeber oft so aussichtslos wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Aus diesem Grund rekrutiert laut einer Studie der Fachhochschule Ludwigshafen mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen bereits im Ausland. Im Auftrag des Personaldienstleisters Hays befragte das Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) der Fachhochschule mehr als 300 Konzerne und mittelständische Unternehmen. Demnach haben 62 Prozent der Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten neue Mitarbeiter im Ausland gefunden. Unter den Mittelständlern seien es 43 Prozent.
Vor allem hoch qualifizierte Spezialisten für IT und Forschung/Entwicklung sowie Führungskräfte seien gefragt. Nach den Gründen für die internationale Personalsuche gefragt, nennen die Studienteilnehmer ihr Selbstverständnis als global tätiges Unternehmen (77 Prozent). Sie seien außerdem daran interessiert, die internationale Kompetenz zu erhöhen (54 Prozent).
Fündig werden die Personaler laut IBE-Befragung mit 41 Prozent in erster Linie in Osteuropa, gefolgt vom deutschsprachigen Ausland (34 Prozent), England (29 Prozent), USA (25 Prozent) und Indien (21 Prozent). Weil osteuropäische Länder über ein vergleichbares Qualifikationssystem und ähnliche kulturelle Werte verfüge, sei es für Unternehmen besonders attraktiv, dort nach Personal zu suchen. Auch die Tatsache, dass das Lohnniveau in Osteuropa niedriger ist, dürfte deutschen Unternehmen zuspielen.

von: Anna Pietras

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