Kurioses zum Wochenende: Schottischer „Adelstitel“ für die kleine Geldbörse

Oliver Stilz | 23. Januar 2009

Adelstitel werden in Deutschland seit Ende des Ersten Weltkriegs nicht mehr vergeben. Ein Unternehmer aus Neumünster bietet jetzt aber eine Möglichkeit an, wie Sie sich dennoch einen Titel auf die Visitenkarte schreiben können. Sie kaufen ein winziges Fleckchen Land auf der schottischen Insel Sanday, die zu den Orkney-Inseln gehört, und erhalten damit das Recht, den Titel „Laird“ oder „Lady“ zu führen. Kosten: 74,90 €. Abhängig davon, für welchen Teil der Insel Sie sich entscheiden, können Sie sich „Laird/Lady of Glenmore“ oder Laird/Lady of Kingsdale“ nennen. Auch Ihre Nachkommen haben etwas von der Investition, denn das Grundstück mit einer Fläche von 900 Quadratzentimetern und der Titel lassen sich weitervererben.
Der Betreiber der Website scotch-laird.de gibt an, dass er mit den Einnahmen ein Naturschutzgebiet auf der Insel erhalten wird. Der Käufer trage dazu bei, dass das Stück Land in seinem ursprünglichen Naturzustand bleibe. Bauen dürfen Sie auf Ihrem Grundstück jedoch nicht, selbst wenn Sie viele „Square Foot“ nebeneinander kaufen. Der Besitz berechtigt nur zum Führen des Titels, der in Schottland traditionell von Landbesitzern getragen wird. In Schottland bedeute der Titel aber viel mehr als hierzulande.
Der Preis von 74,90 € beinhaltet das Grundstückchen und eine Urkunde über den Adelstitel. Dazu gibt es eine Karte, die über die Lage des Besitzes informiert. Für rund 19 € Aufpreis erhalten Sie zusätzlich 50 Visitenkarten und eine Tasse samt Wappen. Immerhin!

von: Oliver Stilz

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