Verwaltung: Immer weniger Zusatzleistungen für Expatriats

Anna Pietras | 12. Mai 2009

Schicken Sie als Arbeitgeber einen Mitarbeiter für eine bestimmte Zeit ins Ausland, kommen in der Regel zusätzliche Kosten auf Sie zu. Die Personalberatung ECA International hat jetzt untersucht, für welche Ausgaben ihrer Expatriats Unternehmen aufkommen. Üblich ist es demnach, die Kosten für den Umzug des Hausrats zu übernehmen. 60% der befragten Unternehmen zahlen außerdem eine bestimmte Anzahl von Flügen nach Hause. Unterschiede gibt es der Umfrage zufolge bei den vergüteten Urlaubstagen: Während 49% der Arbeitgeber dieselbe Anzahl Urlaubstage gewähren, sind bei 51% Faktoren wie Familienstand und Position im Unternehmen entscheidend. Sonderurlaub werde ebenfalls unterschiedlich gehandhabt. Ein Viertel der Umfrageteilnehmer gewährt entsendeten Mitarbeitern beispielsweise an Feiertagen Sonderurlaub. Nahezu alle befragten Unternehmen bieten ihren Expatriats eine Krankenversicherung an, den vollständigen Beitrag übernehmen dabei 75%. Ebenso viele übernehmen die Kosten für den Schulbesuch von Kindern entsendeter Mitarbeiter. Auch einen Dienstwagen können die meisten im Ausland tätigen Mitarbeiter nutzen (85%). Auch wenn sich die Unternehmen insgesamt bei Leistungen im Zusammenhang mit Entsendungen großzügig zeigen, ist laut Studie ein Trend zur Limitierung von Zuschüssen bemerkbar. Vor Beginn der Wirtschaftkrise seien die Zusatzleistungen noch wesentlich umfangreicher ausgefallen.

von: Anna Pietras

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