Verwaltung: Unternehmen halten an ihren Leuten fest

Anna Pietras | 16. Juni 2009

Nach einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) halten deutsche Unternehmen trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage überraschend stark an ihrem Personal fest. Angesichts der Schwere der Wirtschaftskrise sei die Arbeitslosigkeit nur moderat um 430.000 gegenüber 2008 angestiegen. Bei einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6% wurden im Jahresdurchschnitt 3,7 Millionen Arbeitslose registriert. Bevor Unternehmen Mitarbeiter entlassen, schöpfen sie alle anderen Mittel aus, so das IAB. Die Auslastung verringerten die Betriebe dabei vor allem durch Kurzarbeit, den Abbau von Überstunden und durch die Reduzierung der Guthaben auf den Arbeitszeitkonten.
Auch die Tatsache, dass immer weniger Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, wirke dem Anstieg der Arbeitslosenzahlen grundsätzlich entgegen. Dennoch rechnen die Arbeitsmarktforscher im Laufe des Jahres mit mehr Entlassungen, weil die Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung dann ausgereizt seien. Im kommenden Jahr könnte das Heer der Arbeitslosen um 800.000 wachsen.

von: Anna Pietras

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