Lohn: Änderung der Dienstwagenbesteuerung im Gespräch
Anna Pietras | 29. Juni 2010Nach einem Antrag der Grünen-Fraktion sollte die steuerliche Behandlung von Dienstwagen in Unternehmen geändert werden, so dass sich die Höhe der steuerlichen Abschreibung mit steigendem Kohlendioxid-Anteil verringert. Zudem müsse sich der zu versteuernde geldwerte Vorteil für die private Nutzung von Dienstwagen mit steigendem Kohlendioxid-Ausstoß entsprechend erhöhen. Der Kohlendioxid-Zielwert solle schrittweise von 120 g/km zum 1.1.2012 auf 80 g/km zum 1.1.2015 abgesenkt werden. Um das von der Bundesregierung beschlossene Ziel einer Kohlendioxid-Reduktion um 40% bis 2020 zu erreichen, müssten auch Maßnahmen im Verkehrsbereich ergriffen werden, begründen die Grünen ihren Antrag. Zwei Beispiele sollen die finanziellen Folgen des Vorschlags deutlich machen: Für einen 3er BMW-Diesel würde die Abschreibungssumme um 7.650 € sinken, was bei einem Steuersatz von 30% zu Mehreinnahmen des Staats in Höhe von 2.300 € führen würde. Der bisher vom Fahrer des Dienstwagens für die private Nutzung zu versteuernde geldwerte Vorteil würde von 4.450 auf rund 5.600 € steigen. Für einen Porsche Cayenne Turbo könnten in Zukunft 115.000 € weniger abgeschrieben werden. Dagegen würden Fahrzeuge, die einen Kohlendioxid-Ausstoß unter 120 g/km haben (z.B. Toyota Prius) steuerlich nicht mehr belastet als bisher. Durch die Änderungen erwartet die Fraktion Mehreinnahmen von 1,7 Mrd. Euro und durch die Neuerungen bei der Berechnung des geldwerten Vorteils Mehreinnahmen in Höhe 1,8 Mrd. Euro. Da Dienstwagen im vergangenen Jahr einen Anteil von 50% an den Neuzulassungen hatten und häufig frühzeitig weiterverkauft werden, könnten sie eine wichtige Rolle bei der Verbreitung verbrauchsärmerer Fahrzeuge spielen.
von: Anna Pietras
Am 29. Juni 2010 um 10:27 Uhr
hallo carmen,
… dies könnte doch für euch von interesse sein?!