Vergütung: Gute Noten Zahlen sich aus

Anna Pietras | 19. Oktober 2010

Auszubildende, die mit einem guten Abschlusszeugnis ins Berufsleben starten, können mit einem deutlich höheren Einkommen rechnen als Absolventen mit nur „ausreichenden“ Zensuren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das die Einstiegsgehälter von 7.000 Männern und 4.000 Frauen (repräsentativ für Westdeutschland) untersucht hat. Danach liegt die Differenz zunächst bei durchschnittlich 10%, fünf Jahre nach Ausbildungsende ist der Unterschied sogar noch größer. Die erzielten Ausbildungsnoten wirken somit dauerhaft nach. Neben der Abschlussnote beeinflusst laut IAB auch die Größe des Betriebs die Höhe der Vergütung. Wer eine Ausbildung in einem Unternehmen mit über 500 Beschäftigten durchlaufen hat, verdient beim Berufseinstieg bis zu 25% mehr als nach einer vergleichbaren Ausbildung in einem kleineren Betrieb. Dabei unterscheiden sich die Einstiegsgehälter auch je nach Ausbildungsberuf. Unter den zehn häufigsten Berufen der Frauen verdienen die Friseurinnen am wenigsten. Die Bank- und Versicherungskauffrauen gehören hingegen zu den Besserverdienerinnen. Bei den beliebtesten Berufen der Männer verdienen Rohrinstallateure am wenigsten, Reparaturschlosser dagegen am meisten.

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