Archiv der Kategorie 'Arbeitsrecht'

Arbeitsrecht: Auch der ständige Bedarf an Vertretungen geht als Grund für Kettenbefristungen durch

Oliver Stilz | Donnerstag, den 26. Januar 2012

Für die mehrfache, aufeinanderfolgende Befristung eines Arbeitsvertrags müssen Sie zwar einen Sachgrund haben, gegen EU-Recht verstößt diese Praxis jedoch nicht. Zu diesem Urteil ist der Europäische Gerichtshof (EuGH) gekommen und hat darin klargestellt, dass auch ein wiederkehrender oder sogar ständiger Vertretungsbedarf eine Verlängerung des befristeten Vertrags rechtfertigen kann.

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Arbeitsrecht: Kündigung in der Probezeit eines HIV-Infizierten war nicht diskriminierend

Oliver Stilz | Dienstag, den 24. Januar 2012

In bestimmten Berufen birgt eine HIV-Infektion Risiken für die Allgemeinheit. In einem solchen Fall kann der Arbeitgeber ein Beschäftigungsverhältnis in der Probezeit kündigen, ohne gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu verstoßen.

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Arbeitsrecht: Kündigung muss bei Minderjährigen an die Eltern gehen

Oliver Stilz | Dienstag, den 13. Dezember 2011

Wollen Sie einem minderjährigen Auszubildenden kündigen, müssen Sie dessen Eltern als gesetzliche Vertreter in den Schriftverkehr einbeziehen. Dabei reicht es aus, wenn die Eltern die Kündigung im Briefkasten haben – dann gelangt das Papier in deren so genannten Herrschaftsbereich.

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Arbeitsrecht: Lob oder versteckte Kritik?

Andrea Auler | Dienstag, den 29. November 2011

Die in einem Arbeitszeugnis enthaltene Formulierung „als sehr interessierten und hochmotivierten Mitarbeiter kennengelernt“ erwecke aus Sicht des Bundesarbeitsgerichts nicht den Eindruck, dem Arbeitnehmer werde in Wahrheit Desinteresse und fehlende Motivation attestiert (Az.: 9 AZR 386/10).

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Arbeitsrecht: Krank in den Urlaub

Andrea Auler | Dienstag, den 15. November 2011

Begleitet ein krankgeschriebener Beamter mit Zustimmung seines Dienstherren seine Familie auf einer geplanten Urlaubsreise, verringert dies seinen Urlaubsanspruch auch dann nicht, wenn die Erkrankung zwischen der Bewilligung des Urlaubs und dem Urlaubsbeginn eintritt. Dies geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen hervor (Az.: 12 K 5952/10).

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Arbeitsrecht: Arbeitgeber kann Verlängerung der Elternzeit verweigern

Oliver Stilz | Dienstag, den 1. November 2011

Beschäftigte, die Elternzeit in Anspruch nehmen wollen, müssen ihrem Arbeitgeber mitteilen, in welchen Zeiträumen die Freistellung erfolgen soll. Eine einmal festgelegte Elternzeit kann Ihr Mitarbeiter nur verlängern, wenn Sie als Arbeitgeber zustimmen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat jetzt einen Fall an die Vorinstanz zurückverwiesen, in dem eine Frau ihre Elternzeit verlängern wollte.

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Arbeitsrecht: Ist eine freie Stelle behindertentauglich?

Oliver Stilz | Dienstag, den 18. Oktober 2011

Als Arbeitgeber sind Sie verpflichtet zu prüfen, ob Sie freie Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzen können. Dazu müssen Sie frühzeitig Verbindung mit der Arbeitsagentur aufnehmen, damit auch arbeitslose oder arbeitssuchend gemeldete Schwerbehinderte berücksichtigt werden. Diese gesetzliche Pflicht gilt dabei nicht nur für den öffentlichen Dienst, sondern trifft alle Arbeitgeber, wie das Bundesarbeitsgericht betont.

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Arbeitsrecht: Verspätete Krankmeldung kann Rauswurf rechtfertigen

Oliver Stilz | Dienstag, den 23. August 2011

Unterlässt es einer Ihrer Mitarbeiter zum wiederholten Mal, Ihnen seine Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig mitzuteilen, können Sie ihm nach erfolgter Abmahnung ordentlich kündigen. Zu diesem Urteil ist das Landesarbeitsgericht Hessen im Fall eines Flugzeugreinigers gekommen (LAG; Az.: 12 Sa 522/10).

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Arbeitsrecht: Kündigung eines HIV-Infizierten in der Probezeit ist rechtens

Oliver Stilz | Dienstag, den 9. August 2011

Die bloße Infektion mit HIV führt nicht zu einer Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit und stellt daher keine Behinderung dar. Somit kann ein HIV-Infizierter nicht auf Entschädigung wegen Diskriminierung klagen, wenn ihn sein Arbeitgeber in der Probezeit kündigt.

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Arbeitsrecht: Falsche Antwort im Bewerbungsgespräch hat nicht immer Konsequenzen

Oliver Stilz | Dienstag, den 12. Juli 2011

Beantwortet ein Bewerber bei der Einstellung eine zulässigerweise gestellte Frage falsch, können Sie als Arbeitgeber den Arbeitsvertrag unter Umständen wegen arglistiger Täuschung anfechten. Das setzt nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts voraus, dass der Abschluss des Vertrages durch die Täuschung zustande kam.

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